Fünf Jahre "3" in Österreich
Der kleinste heimische Mobilfunkbetreiber Hutchison ["3"] feiert seinen fünften Geburtstag in Österreich und zieht Bilanz.
Im Jahr 2000 hat der Hongkonger Mischkonzern Hutchison Whampoa eine UMTS-Lizenz in Österreich erworben, im Mai 2003 startete Hutchison 3G Austria GmbH schließlich mit dem operativen Betrieb.
Die 3G-Technologie wurde damals belächelt, so Hutchison am Mittwoch in einer Aussendung. Mittlerweile sei Österreich aber führend bei Infrastruktur und Nutzung der dritten Mobilfunkgeneration [3G]. "Österreich spielt schon seit geraumer Zeit in der Champions League der mobilen Kommunikation", so das Fazit von "3"-Chef Berthold Thoma.
Heute zählt Hutchison 555.555 Kunden in Österreich. Mit HSDPA erreicht das Unternehmen derzeit nach eigenen Angaben 94 Prozent der österreichischen Bevölkerung. Für den ländlichen Netzausbau wurden demzufolge rund 300 Mio. Euro investiert.
Im vergangenen Jahr konnte "3" ein Umsatzplus von elf Prozent vorweisen.
Im Schwesternetz wie zu Hause
Hutchison betonte am Mittwoch erneut, dass alle Schwesternetze ohne Roaming-Gebühren genutzt werden können. Darüber seien in Kooperation mit internationalen Mitbewerbern entsprechende Vereinbarungen getroffen worden, um Datenroaming in Deutschland, der Schweiz, Polen, Belgien und den Niederlanden [Frankreich demnächst] um bis zu 95 Prozent günstiger zu machen.
Bei DVB-H an Bord
In Sachen Mobile TV sieht Thoma sein Unternehmen gut gerüstet. Per UMTS-Streaming stehen den "3"-Kunden 37 TV- und Radiokanäle zur Verfügung. Im Juni startet der kleinste heimische Anbieter sein DVB-H-Angebot.
"Gemeinsam mit der Media Broadcast sind wir bestens gerüstet für den Österreich-Start rechtzeitig zur Euro 2008. Zusätzlich können wir auf wertvolle Erfahrungen unserer italienischen Schwester 3Italia mit mehr als 800.000 DVB-H-Kunden zurückgreifen."
Die heimischen Nutzer sind angesichts der Kosten und der kleinen Bildschirme noch skeptisch in Sachen mobiles Fernsehen, wie eine Umfrage der Uni Wien ergab.
