Betbull kauft Leip-Wettbüros
Der seit Oktober 2004 an der Wiener Börse notierte Wettanbieter Betbull [The European Betting Exchange plc] mit Sitz in London übernimmt die Wettbüros der deutschen Leip-Gruppe.
Als Kaufpreis nannte das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung Montagabend zehn Mio. Euro plus 700.000 Betbull-Aktien. Zur Leip-Gruppe gehören mehr als 80 Wettbüros der Markte "Wettenleip".
Bei Überschreiten gewisser "ehrgeiziger" Ergebnisschwellen in den nächsten fünf Jahren seien weitere Zahlungen vereinbart worden, heißt es in der Mitteilung. Betbull wolle zudem weiteres Kapital für den Kauf aufnehmen, hieß es ohne weitere Angaben.
Zustimmung der Behörden erforderlich
Der Abschluss der Transaktion ist für 1. Oktober geplant,
vorbehaltlich einer Zustimmung der Aktionäre in einer
außerordentlichen Hauptversammlung am 29. September in London. Zudem
seien noch Abschlussprüfungen und die Zustimmung der relevanten
Behörden erforderlich.
Betbull 2004 nur mit 2.300 Euro UmsatzGründer Leip geht ins Betbull-Management
Unternehmensgründer Alexander Leip soll neu ins Management von Betbull einziehen, leitet aber die Geschäfte der Leip-Gruppe weiter.
Betbull sieht sich mit der Übernahme seinem Ziel, sich als führender Wettanbieter in Kontinentaleuropa zu etablieren, einen wichtigen Schritt näher - noch dürfte es aber eine Weile dauern, bis auch die entsprechenden Gewinne erzielt werden.
Im Halbjahresergebnis weist Betbull für die ersten sechs Monate 2005 einen Verlust vor Steuern und Zinsen von umgerechnet 2,392 Mio. Euro aus. Das operative Ergebnis wurde mit minus 950.000 Euro angegeben, die gesamten Einnahmen mit 31.228 Euro.
Betbull wurde als Joint Venture des ebenfalls börsennotierten Wettanbieters betandwin und der britschen CES Software gegründet. Beide Unternehmen halten je 20 Prozent, weitere zehn Prozent hält das Management, der Rest befindet sich in Streubesitz.
