02.09.2005

1,25 GBIT/S

Nächster Schritt zum fliegenden Sendemasten

Damit habe ein wichtiger Test für zukünftige fliegende Sendemasten Erfolg gehabt, so die Experten vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Das Projekt sei ein wichtiger Schritt in eine neue Ära der mobilen Breitbandkommunikation.

Das vom DLR entwickelte Terminal, das den Laserstrahl abgegeben hatte, hing in 22 Kilometer Höhe an einem Stratosphärenballon und war zeitweise mehr als 60 Kilometer von der Empfangsstation entfernt.

"Bis zu 1,25 Gigabit pro Sekunde wurden nahezu fehlerfrei übertragen", berichtete das DLR.

Langfristiges Ziel dieser Forschungsarbeiten seien fliegende Sendemasten auf fest verteilten Plattformen in der Stratosphäre, die Hochgeschwindigkeits-Datenverbindungen für Nutzer am Boden, aber auch mit Satelliten und mit Flugzeugen ermöglichen, hieß es weiter.

Unbemannte Flugkörper

Unbemannte Flugkörper dienen bei dem Projekt als entsprechende Plattformen in der Stratosphäre. Verglichen mit Satelliten bieten sie nach DLR-Angaben entscheidende Vorteile: Sie könnten etwa zur Wartung oder zum Umbau auf den Boden zurückgeholt werden.

Zudem könnten sie schnell an ihren Einsatzort gebracht werden, beispielsweise wenn in Katastrophengebieten die Mobilfunk- und Kommunikationsnetze zusammengebrochen seien.

Denkbar sei der Einsatz der frei schwebenden Plattformen auch bei Großereignissen wie Olympischen Spielen oder Fußballweltmeisterschaften, bei denen enorme Datenmengen übertragen werden müssten.