IFA setzt auf die digitale Revolution
Für das Publikum öffnet die weltweit größte Messe für Consumer Electronics [CE] am Freitag ihre Pforten. Insgesamt werden bis zum 7. September 1.189 Aussteller aus 40 Ländern ihre Neuheiten präsentieren. Das sind mehr als je zuvor.
Im Mittelpunkt der Funkausstellung stehen das hochauflösende Fernsehen [HDTV], LCD- und Plasma-Flachbildschirme, MP3-Player und Digitalkameras. Die wichtigsten Schlagworte lauten Digitalisierung, neue Display-Technologien und Konvergenz.
Zu den nach Standfläche größten Ausstellern zählen die ARD, Telekom, LG Electronics, Panasonic, Samsung, Sony und Philips. Der weltgrößte Chiphersteller Intel hat sich eine komplette Ausstellungshalle gesichert.
Die Unterhaltungselektronik-Branche rechnet damit, dass Aufträge im Wert von über 2,4 Mrd. Euro gezeichnet werden. Bei der vorigen IFA vor zwei Jahren wurden 2,3 Mrd. Euro umgesetzt.
Hohe Nachfrage nach UnterhaltungselektronikDigitalisierung und drahtlose Neuheiten
Die digitale Technik dominiert endgültig den Markt für Unterhaltungselektronik. Der Umsatz mit digitalen Geräten werde in diesem Jahr in Deutschland um 23 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro steigen, berichtete der Branchenverband BITKOM.
Die Erlöse mit analogen Geräten gehen dagegen um 17 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zurück.
Und anstatt die Geräte mühsam zu verkabeln zu müssen, kommunizieren DVD-Player, Fernseher und Festplattenrekorder einfach über WLAN miteinander.
Dabei gewinnt der PC laut der Studie "Trends der IFA 2005", die das Magazin "stern" veröffentlichte, auch im Wohnzimmer immer mehr an Akzeptanz: Rund vier Millionen der insgesamt 31,6 Millionen Computerbesitzer in Deutschland spielen Musikdateien vom Rechner über ihre HiFi-Anlage ab PC auf dem Fernseher.
Für die Rivalen im Wettlauf um die Nachfolge der DVD ist die diesjährige IFA ein willkommenes Spielfeld. Während sich immer mehr abzeichnet, dass der Konkurrenzkampf zwischen den Formaten Blu-ray und HD-DVD letztlich vom Kunden entschieden werden könnte, ist die IFA eine Gelegenheit, die Verbraucher mit ersten Geräten zu beeindrucken.
Neuauflage von VHS gegen Betamax280.000 Besucher erwartet
Die Veranstalter der Funkausstellung erwarten heuer rund 280.000 Besucher, die sich auf der Funkausstellung über die technischen Innovationen informieren werden.
Wenn unzählige Geräte und Scheinwerfer bei der Messe angeschaltet werden, startet auch ein gigantischer Stromverbrauch. An den sechs Messetagen werden schätzungsweise 2,5 Millionen Kilowattstunden Strom verbraucht.
Für einen perfekten Sound der tausenden von Musikanlangen und für scharfe Fernsehbilder werden in den Messehallen und auf den Freiflächen 1.500 Kilometer Kabel verlegt.
Die Messehallen unter dem Berliner Funkturm sind vom 2. bis 7. September täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Für die 45. IFA sind die Eintrittspreise nach Angaben der Messe Berlin stabil geblieben. Wie 2003 kostet die Tageskarte für Privatbesucher 13 Euro.
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