01.09.2005

IPO

Hutchison 3G Italia will 2005 an die Börse

Bereits für den Herbst ist der Börsengang des Mobilfunkunternehmens Hutchison 3G Italia [H3G], einer Tochter des Mischkonzerns Hutchison Whampoa, geplant.

Die Investmentbanken Goldman Sachs, Merrill Lynch und Morgan Stanley werden den IPO in die Wege leiten. Der Wert des Unternehmens wird auf zehn bis 14 Mrd. Euro geschätzt. Etwa 25 bis 30 Prozent sollen platziert werden, berichten italienische Medien.

Mit 3,56 Millionen Kunden ist H3G in Italien der viertstärkste Mobilfunkanbieter. Durch den Börsengang will Hutchison auch einen Teil seiner Investitionen in die kostspielige UMTS-Technologie hereinbringen. Insgesamt 20 Mrd. Euro haben die Hongkonger in die neue Technologie investiert, die eine schnellere mobile Datenübertragung und neue Dienste wie Videotelefonie mit dem Handy ermöglicht.

Gewinn bereits Ende 2005

H3G hat über fünf Mrd. Euro Schulden, darunter einen Kredit von 3,2 Mrd. Euro bei 15 Banken, unter anderem bei HSBC und JPMorgan.

Nach den Plänen des Hutchison-Chefs Li Ka-shing wird die Mobilfunksparte des Konzerns Ende 2005 einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ausweisen. Ein Jahr später soll das Geschäft auch zum Reingewinn beitragen.

Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Handys hoch subventioniert. H3G hat die höchsten Kosten für die Gewinnung eines Neukunden - zuletzt etwa 270 Euro.