31.08.2005

HOCHAUFLÖSEND

Wettlauf und Wartestellung bei HDTV

HDTV sei für die Branche und für ATI zwar ein wichtiger Hoffnungsträger, mit einer schlagartigen Verbreitung durch die Fußball-WM in Deutschland im kommenden Jahr sei aber nicht zu rechnen, so ATI-Vizepräsident Peter Edinger in Düsseldorf.

HDTV werde sich nach und nach in den Wohnzimmern verbreiten. ATI werde von diesem Trend profitieren, da weltweit rund 70 Prozent der dafür nötigen Grafikchips von dem Unternehmen stammten.

Unter anderem verwenden Sony, Samsung, JVC und Mitsubishi die Chips des kanadischen Unternehmens.

ProSiebenSat.1 kündigte nun im Vorfeld der Internationalen Funkausstellung in Berlin an, bereits ab 26. Oktober in HD-Auflösung zu senden.

ProSiebenSat.1 startet vor Premiere

Allerdings wird bei ProSieben und Sat.1 der Großteil der Sendungen auf HD-Auflösung hochgerechnet werden müssen, da sie nicht in HD-Qualität produziert werden.

Dabei werde die Bildqualität etwas schlechter als bei Original-HD sein, sagte ein ProSiebenSat.1- Sprecher. Premiere sendet auf seinen drei Bezahlkanälen nur in HD produzierte Sendungen.

Premiere-Chef Georg Kofler erwartet sich bis Mitte 2008 rund 500.000 Premiere-HD-Abonnenten. Kofler erwartet auch von der Fußball-WM einen Schub für HDTV - ähnlich wie bei der WM 1974, als viele Haushalte ihren Schwarzweißfernseher gegen ein Farbgerät ausgewechselt haben.