Mobilfunker gegen Ärztekammer
Die heimischen Mobilfunker wehrten sich am Dienstag vehement gegen die Warnung der Österreichischen Ärztekammer [ÖAK] vor Langzeitfolgen von Handy- und Schnurlostelefonie.
Die Warnungen der Ärzte seien inflationär, die vom Dienstag nur das "letzte Glied in der Kette", so das Forum Mobilkommunikation [FMK] in einer Aussendung. Es handle sich dabei um "ein weiteres Scharmützel im unreflektierten Feldzug der Österreichischen Ärztekammer gegen mobile Funktechnologien".
FMK vs. Ärztekammer
"Bezeichnend ist, dass auf der krampfhaften Suche nach
wissenschaftlichen Belegen für die angeblichen
Gesundheitsbeeinträchtigungen durch Mobilfunk immer fragwürdigere
Quellen herangezogen werden", sagte FMK-Geschäftsführer Thomas
Barmüller. Mit dieser Vorgehensweise schade die Ärztekammer einer
differenzierten Diskussion über mobile Funktechnologien.
Wenig Angst vor "Strahlenrisiko""Gerd Oberfeld [Ärztekammer-Umweltreferent, Anm.] beruft sich auf eine Forschergruppe, die schon im Jahr 2002 von drei angesehenen Medizinern des renommierten Karolinska Institutet in Stockholm, das auch die Medizin-Nobelpreise verleiht, öffentlich für ihre inflationären Warnungen kritisiert wurde", so Barmüller.
Die von der ÖAK zitierte Forschergruppe rund um Lennart Hardell habe in den vergangenen 20 Jahren über 100 Warnungen herausgegeben, unter anderem vor Bruststillen und Süßstoffen. Im Lauf der Zeit habe sich dann gezeigt, dass diese "Warnungen einer nennenswerten Bedeutung für die Gesundheit entbehren".
