Teile Tirols und Vorarlbergs ohne Telefon
In den Orten Flirsch, St. Anton, Klösterle, Lech, St. Christoph und Dalaas wurden insgesamt sieben Kilometer Kabel beschädigt, sagte der Sprecher der Telekom Austria, Martin Bredl. Diese sollen am Donnerstagabend wiederhergestellt sein.
Schlimmer ist die Situation im Tiroler Paznauntal, das völlig von der Umwelt abgeschnitten ist. Dort wurden rund zwölf Leitungskilometer zerstört.
Wann diese Infrastruktur wieder aufgebaut werden kann, war am Mittwoch noch nicht klar.
Wie Bredl erklärte, werde bereits an einer Notlösung gearbeitet: Eventuell könnte die Anbindung des Ortes an das restliche Telefonnetz mit Hilfe des Bundesheeres über Richtfunk erfolgen.
Derzeit steigt auch die Donau, an einigen Stellen ist der Fluss bereits über die Ufer getreten. Insgesamt drei Menschen wurden bereits Opfer der Wassermassen.
Mehr zu in news.ORF.atFolgekosten nicht abschätzbar
Auch die Hauptverbindung von Tirol nach Vorarlberg wurde von einer Mure gekappt: Am Dienstag war die Leitung bei Pians getrennt worden, wodurch nicht mehr nach bzw. aus Vorarlberg telefoniert werden konnte.
Dieser Schaden ist zwar noch nicht repariert, die TA hat die Anbindung mittlerweile aber über eine angemietete Glasfaserleitung der TIWAG [Tiroler Wasserkraft AG] hergestellt.
Daneben gabe es zahlreiche regionale Ausfälle, die teilweise noch nicht gemeldet worden sind, meinte Bredl. Dabei handle es sich um Schäden auf der "letzten Meile", also die Leitungen direkt bis in die Wohnungen und Häuser.
Wie hoch die Folgekosten des Unwetters sind, könne man derzeit noch nicht einschätzen, so Bredl.
