Virtueller Wahlhelfer für Landtagswahlen
Ab sofort ist die Plattform www.wahlkabine.at wieder zugänglich. Sie soll den Wählern im Vorfeld der kommenden Landtagswahlen als Orientierungshilfe im Dickicht der politischen Positionen dienen.
Das Projekt wird seit 2002 bei anfallenden Wahlen von der Wiener Netzkultur-Plattform netbase und der Donau-Universität Krems initiiert.
Der virtuelle Wahlhelfer soll auch die Neugier für politische Themen wecken, erklärt Politologe Peter Filzmaier. "Man holt Jugendliche dort ab, wo sie sind", so Filzmaier. "Für den Einzelnen ist es gar nicht möglich, alle Parteiprogramme durchzulesen."
Basierend auf Fragebogen
Zur Vorbereitung wurden alle kandidierenden Parteien - das BZÖ
Burgenland und das Liberale Forum Wien haben nicht daran
teilgenommen - eingeladen, auf einen Fragenkatalog mit 40 Fragen zu
antworten. Auf der Website können die Antworten aller Parteien
nachgelesen werden.
Wahlkabine.atFragen ermitteln Übereinstimung
Die Besucher der Website wählen zuerst ihr Bundesland aus und müssen anschließend 25 [Wien 23] Fragen zu aktuellen politischen Themen mit Ja, Nein oder "Keine Angabe" beantworten.
Der Fragenkatalog reicht von frauenpolitischen bis zu ökologischen Themen, von Energieversorgung bis zur Frage, ob Hundekot im öffentlichen Raum bestraft werden soll. Themen aus der Bundes- und Landespolitik wurden bewusst gemischt.
Am Ende spuckt der Wahlhelfer aus, mit welcher Partei die meiste Übereinstimmung gegeben ist. "Es ist kein Instrument zur Gesinnungsüberprüfung", betonte netbase-Geschäftsführer Martin Wassermair. Es soll damit auch keine Partei unterstützt werden und es sei auch keine Wahlempfehlung.
