Starker Yen schadet Canon
Gewinneinbruch im ersten Quartal
Der japanische Elektronikkonzern Canon hat nach einem Gewinneinbruch im Anfangsquartal seine Prognose für das Gesamtjahr um vier Prozent gesenkt. Man erwarte nun für 2008 nur noch einen operativen Gewinn von 770 Milliarden Yen [4,68 Mrd. Euro], teilte der Kamera- und Bürogerätehersteller am Donnerstag mit. Das wäre ein Zuwachs von 1,8 Prozent. Analysten rechnen im Schnitt mit 753,6 Milliarden Yen.
Kräftige Nachfrage nach Digicams
Im ersten Quartal litt das Ergebnis trotz einer kräftigen Nachfrage nach Digitalkameras unter dem hohen Yen-Kurs: Das Unternehmen erzielt mehr als drei Viertel seines Umsatzes im Ausland, so dass sich die Verteuerung seiner Produkte durch den Wechselkurseffekt nun deutlich bemerkbar macht. Zudem verlief die Nachfrage nach Canons Kopiergeräten in den USA schleppend.
Der Betriebsgewinn im Zeitraum Jänner bis März sank auf 170,8 Milliarden Yen [1,04 Mrd. Euro] von 207,4 Milliarden Yen vor Jahresfrist und lag damit etwa im Rahmen der Markterwartungen. Der Nettogewinn ging um 18,7 Prozent auf 106,6 Milliarden Yen [648 Mio. Euro] zurück, der Umsatz sank um 3,1 Prozent auf 1,0075 Billionen Yen [6,12 Mrd. Euro].
(Reuters)
