19.08.2005

WKÖ

Turkcell-Streit vor Wiener Schiedsgericht

Der schwedisch-finnische Telekom-Konzern TeliaSonera bemüht sich im Streit um die geplante Übernahme des führenden türkischen Handyoperators Turkcell durch die russische Alfa-Gruppe um eine Schlichtung beim Schiedsgericht der Internationalen Handelskammer in Wien.

Das gab das skandinavische Unternehmen am Freitag in einer Aussendung bekannt.

TeliaSonera steht auf dem Standpunkt, der geplante Deal stehe im Widerspruch zu einer früheren Vereinbarung mit dem bisherigen Inhaber der Turkcell-Aktien, der türkischen Finanzgruppe Cukurova. Diese habe unter anderem ein Vorkaufsrecht beinhaltet, so TeliaSonera in der Aussendung.

Einer der Gründe dafür sei die Vertraulichkeit als besonderes Merkmal der Schiedsgerichtsbarkeit, so Heider, der die Anhängigkeit des Streits um die Turkcell-Aktien in Wien in diesem Sinne weder dementierte noch bestätigte.