Nokia-Chef war als Präsident im Gespräch
Der kommendes Jahr als Konzernchef des Handy-Weltmarktführers Nokia abtretende Jorma Ollila hätte vor sechs Jahren vermutlich gute Chancen gehabt, finnischer Präsident zu werden.
Der konservative Kandidat für die kommenden Präsidentenwahlen in Finnland, Sauli Niinistö, enthüllte in seinen politischen Memoiren, dass Ollila im Jahr 1999 konservativer Wunschkandidat für das Präsidentenamt war, jedoch abgeleht hat.
Ollila kehrt dem Handykonzern im nächsten Jahr den Rücken.
Der Nokia-Chef wird ab Juni 2006 eine Führungsposition beim Ölkonzern Royal Dutch Shell bekleiden.
Nokia-Chef heuert bei Shell anKonservative wollten den Handyboss
Der damalige Finanzminister Niinistö schlug eigenen Angaben zufolge dem Nokia-Chef im Frühjahr 1999 vor, Kandidat der konservativen Sammlungspartei ["Kokoomus"] zu werden, weil er überzeugt war, dass Ollila das gesamte bürgerliche Lager hinter sich vereinigen hätte können.
Ollila habe die Entscheidung über den Sommer erwogen und im August desselben Jahres eine abschlägige Antwort erteilt, berichtete Niinistö aus seinem Buch "Viiden vuoden yksinäisyys" [Fünf Jahre Einsamkeit].
