Der Handywurm geht wieder um
Gut ein Jahr nachdem er erstmals aufgetaucht ist, geistert Handywurm "Cabir" wieder einmal durch die Medien.
Denn der mobile Schädling verbreitet sich derzeit unter den Besuchern der Leichtathletik-WM, die vergangenen Samstag in Helsinki begann.
"Cabir", der mehr ein "Proof-of-Concept" [Prototyp] denn ein richtiger Virus ist, benutzt ausschließlich Bluetooth-Verbindungen und befällt Mobiltelefone mit dem Symbian-Series-60-Betriebssystem.
"Cabir" liebt die Massen
"Schädlinge, die sich über Bluetooth oder MMS verbreiten, tauchen
häufig auf Großveranstaltungen mit Besuchern aus zahlreichen Ländern
auf", erklärt Mikko Hyppönen, Chief Research Officer der
Anti-Virus-Firma F-Secure. Ein ähnliches Phänomen war angeblich bei
den Live-8-Konzerten beobachtet worden sein.
Der erste Auftritt "Cabirs" im Juni 2004Richtet keinen Schaden an
Der Benutzer erhält via Bluetooth eine Symbian-Installationsdatei, die den Wurm-Code enthält.
Bestätigt der Benutzer den Empfang und die Installation der Datei, wird der Wurm aktiviert und sucht permanent nach weiteren Handys in Bluetooth-Reichweite. Dabei entlädt sich der Akku eines Handys, das von "Cabir" befallen ist, sehr rasch.
Eine Schadensroutine wie den Diebstahl von Passwörtern oder die Zerstörung von Dateien weist der "Proof of concept"-Wurm aber nicht auf.
