Wettbewerb belastet T-Online
Der harte Wettbewerb auf dem DSL-Markt hat im zweiten Quartal bei Europas größtem Internet-Anbieter T-Online deutliche Spuren hinterlassen.
Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen [EBITDA] ist gegenüber dem Vorjahr kräftig von 130,6 auf 92,6 Millionen Euro gesunken, wie die Tochter der Deutschen Telekom am Mittwoch in Darmstadt mitteilte. Vorstandschef Rainer Beaujean zeigte sich dennoch offen für weitere Preissenkungen, um den Druck auf die Konkurrenten zu erhöhen.
Der Umsatz kletterte von 499,5 auf 522 Millionen Euro, während der Überschuss von 88,2 auf 60,9 Millionen Euro sank. Der harte Preiskampf wird auch das Gesamtjahresergebnis belasten: T-Online hatte seine Prognose bereits gesenkt. Die Deutsche-Telekom-Tochter rechnet für 2005 mit einem Umsatz von 2,1 Milliarden Euro und einem Überschuss von 150 bis 200 Millionen Euro.
United Internet und Arcor mit mehr Neukunden
Bei den DSL-Neukunden blieb T-Online erstmals hinter der
Konkurrenz zurück. Die Zahl der DSL-Neukunden erhöhte sich um
182.000, womit T-Online sein Ziel verfehlte, mindestens jeden
zweiten Neukunden für sich zu gewinnen. Die Wettberber United
Internet und Arcor sammelten mehr neue Nutzer ein als T-Online.
Deutsche Telekom mit Gewinnplus4,2 Millionen Breitbandkunden bei T-Online
Konzernweit stieg die Zahl der Breitbandkunden bis Ende Juni auf knapp 4,2 Millionen.
Beaujean rechnet nicht mit dem Abflauen des Wettbewerbsdrucks. "Wenn wir sehen, dass der Preiskampf weitergeht, dann werden wir darauf reagieren." Neben dem Preis gewinnen neue Dienste an Bedeutung. So baute T-Online kürzlich sein Angebot für Internet-Telefonie aus. Wie viele Kunden das Angebot nutzen, ließ Beaujean offen.
