05.08.2005

ARGE DATEN

Kritik an Videoüberwachung in der U-Bahn

Die ARGE Daten sieht die geplante Videoüberwachung in U-Bahnen und Straßenbahnen kritisch: Damit gebe die Wiener Stadtverwaltung einem "populistischen Sicherheitsdruck" nach und investiere enorme Beträge in Maßnahmen, die schon in anderen Städten keine spürbare Verbesserung von Sicherheit oder Senkung der Gesamtkriminalität gebracht hätten, hieß es in einer Aussendung am Freitag.

Der Testbetrieb der Kameras in den Zügen startet am Samstag. Laut ARGE Daten zeigte eine 2002 durchgeführte Studie in Großbritannien, dass bei 24 untersuchten Videoeinsatzgebieten die Kriminalitätsrate in 13 Fällen zwar gesunken ist, in vier jedoch gestiegen und bei sieben gleich geblieben ist. Insgesamt habe der Effekt der Kriminalitätssenkung gerade fünf Prozent betragen.

In Wien wolle man mit der Videoüberwachung die vergleichbar geringfügige Kriminalität in den öffentlichen Verkehrsmitteln reduzieren, kritisierte die ARGE. Die Gesamtzahl der Straftaten in den "Öffis" ist demnach zuletzt zurückgegangen.