Keine einheitlichen Handygebühren

eu
17.04.2008

Die Vermittlungsgebühren für Telefonate von einem Mobilfunknetz ins andere müssen nach Ansicht der europäischen Telekomaufsichtsbehörden sinken - aber nicht überall gleich.

Ein europaweit einheitliches Preisniveau hält der Vorsitzende der Gruppe der nationalen Telekomregulierer [ERG], Daniel Pataki, für nicht angebracht.

"Wir glauben, bestimmte Unterschiede können und müssen wegen der Unterschiede der nationalen Märkte weiterbestehen", sagte er der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Generell müssten die Preise sinken. Doch sei die Frage, wie stark und wie schnell.

Die Preisspanne für Telefonate zwischen verschiedenen Mobilfunknetzen reicht in der Europäischen Union von zwei bis fast 19 Cent je Minute, obwohl dahinter die gleiche Technik steckt.

Reding auf Kurs

EU-Telekommunikationskommissarin Viviane Reding will eine deutliche Senkung der Gebühren auf ein bis zwei Cent durchsetzen.

Ein mit dem Vorgang Vertrauter aus der Kommission sagte Reuters kürzlich, die Kommissarin wolle im Juni eine öffentliche Konsultation über die Verbindungspreise beginnen und im September eine Empfehlung zur Gebührensenkung beschließen.

Diese würde unmittelbar gelten, müsste aber von den nationalen Regulierern umgesetzt werden.

(Reuters)