Die Metropole auf dem Monitor
London hat die höchste Kameradichte der Welt. Allein das Londoner U-Bahn-Netz wird von 6.000 Kameras ins Visier genommen.
Closed Circuit Television konnte die Terroranschläge im Juli zwar nicht verhindern, doch bei der Aufklärung der Verbrechen spielt die Videoüberwachung eine wichtige Rolle - das hofft zumindest die britische Polizei. Die CCTV-Bilder der Terroristen wurden kurz nach den Bombenanschlägen veröffentlicht und gingen um die Welt.
Heute, 22.30 Uhr, im Ö1-Magazin "matrix"
Ina Zwerger hat im Frühjahr in London
einen CCTV-Kontrollraum im Stadtteil
Newham sowie in Soho besucht und das
Potenzial der Videoüberwachung aus
500.000 Kameras für London
Laut einer Studie wird London von mehr als 500.000 Kameras überwacht, bei einer Bevölkerungsanzahl von 7,2 Millionen kommt auf 14 Einwohner eine Videokamera. Die auf Häuser montierten Videokameras sind allgegenwärtig und nehmen jeden Winkel der Stadt ins Visier.
Aufgezeichnet wird das Geschehen nicht nur in belebten Einkaufsstraßen, Geschäften, Flughäfen, Bahnhöfen und Bussen, auch die kleinsten Seitengassen erscheinen auf den Monitoren der so genannten Control Rooms, die von der Metropolitan Police, den City Councils, den Verkehrsbetrieben oder von Privaten betrieben werden.
Lassen sich die unzähligen Kameras, die die Stadt im Auge behalten, noch vom menschlichen Auge kontrollieren? Wie steht es um das Recht auf Privatsphäre und den Datenschutz? Wireless CCTV, IP-CCTV, Gesichtserkennung und die automatisierte Kontrolle der Geräuschkulisse sind Entwicklungen, die einen Vorgeschmack auf die Zukunft bieten.

