Online-Videonutzung steigt
Rund 44 Prozent der österreichischen Internet-Nutzer sehen regelmäßig Online-Videos.
Fast die Hälfte der heimischen Internet-Nutzer sieht mindestens einmal pro Woche ein Video im Netz an. "Das sei immerhin ein Drittel der Gesamtbevölkerung", sagte Stefan Bachleichtner von der PR-Agentur Skills Group, die am Donnerstag eine Studie zum Online-Videonutzungsverhalten in Österreich präsentierte.
Zehn Prozent nutzen täglich Bewegtbilder im Netz, 19 Prozent sehen sich mehrmals pro Woche Online-Videos an. Bei den österreichischen Online-Sehern überwiegen noch die Männer. Während nur ein Drittel der weiblichen Internet-Nutzer das Online-Videoangebot nutzt, rufen 54 Prozent der männlichen User Videos ab.
YouTube & Co. führend
Laut der vom Marktforschungsunternehmen Marketagent durchgeführten Erhebung werden die meisten Videos [80,2 Prozent] auf großen Plattformen wie YouTube und MyVideo angesehen. Immerhin 43 Prozent greifen auch auf das Online-Videoangebot heimischer Online-Medien zu, gefolgt von Websites von Unternehmen und Institutionen [22,5 Prozent] und privaten Websites [17,7 Prozent].
Musikvideos mit den meisten Sehern
Am häufigsten werden dabei Musikvideos [57,8 Prozent], Film-Trailer und TV-Szenen [53,3 Prozent] und private Videos [34,7 Prozent] angesehen. Nachrichtenvideos rangieren gleichauf mit der Erwachsenenunterhaltung mit einem Anteil von 24,9 Prozent auf Rang sechs, hinter Sport [31,1 Prozent] und Society-Berichten [25,1 Prozent].
Für die Studie wurden im Februar dieses Jahres 500 österreichische Internet-Nutzer zwischen 14 und 59 Jahren befragt.
"Einfacher und bequemer"
"Wir stehen am Anfang einer kulturellen Entwicklung", meinte der Regisseur Harald Sicheritz, dessen Film "Darum" gerade in den Kinos läuft, bei der Präsentation der Umfrage. Die Nutzung von Online-Videos sei deutlich emotionaler, einfacher und bequemer, sagte Sicheritz. Textinhalte würden durch die zunehmende Nutzung von Online-Videos zwar nicht ins Hintertreffen geraten, so der Regisseur, sie bekämen aber eine andere Funktion.
Videos werden künftig auch bei den Webauftritten von Unternehmen und Insitutionen zum Einsatz kommen, ist Sicheritz überzeugt.
Sicheritz erwartet auch, dass die Qualität der Online-Videos steigen wird. Für den Regisseur zeichnet sich bereits ein "neues Betätigungsfeld für Bildermacher" ab, aus dem auch ein neues Berufsbild hervorgehen werde. Derzeit würden Inhalte überwiegen, die "definitiv nicht" fürs Internet entwickelt wurden, wie etwa Kino-Trailer und Filmausschnitte. Die medialen Formate werden sich künftig klarer voneinander abheben, so Sicheritz.
(futuerzone)
