Thomson Reuters nimmt Arbeit auf
Aktienrückkauf angekündigt
Der fusionierte Nachrichten- und Finanzdatenanbieter Thomson Reuters hat zu seinem Start ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt.
Der kanadisch-britische Konzern, der sich mit dem am Donnerstag vollzogenen Zusammenschluss als weltweite Nummer eins in seinem Geschäft sieht, will im Jahresverlauf Anteilsscheine im Wert von bis zu 500 Millionen Dollar erwerben.
Google und Microsoft als Konkurrenz
Das half den neuen Aktien zunächst jedoch nicht: Zum Handelsauftakt notierten die Papiere an der Londoner Börse auf einem freundlichen Markt mit einem Abschlag von rund zehn Prozent bei 1.626 Pence. Gehandelt werden die Aktien zudem an den Börsen in New York und Toronto.
Thomson-Reuters-Vorstandschef Tom Glocer sagte, der neue Konzern werde weiterhin mit Informationsdienstleistern wie Bloomberg konkurrieren. Als wichtige Wettbewerber sehe er aber auch Konzerne wie Google und Microsoft. "Es wird eine Handvoll Informations-Marktführer geben", sagte Glocer, der zuvor Chef von Reuters war. "Wir werden einander beobachten."
Der neue Konzern mit Hauptsitz in New York hat knapp 50.000 Beschäftigte und kommt auf einen Jahresumsatz von mehr als acht Milliarden Euro. Die Firmen, die zusammen mehr als 40.000 Kunden in 155 Ländern haben, versprechen sich von der Fusion Synergieeffekte von jährlich 500 Millionen Dollar innerhalb der ersten drei Jahre.
(Reuters)
