Gewinneinbruch bei Tech-Unternehmen
Dienstagnacht war wieder einmal "Earning Season" - eine Reihe namhafter Unternehmen gaben in den USA ihre Quartalsergebnisse bekannt.
Doch statt gewohnter Zuwächse hagelte es diesmal Gewinneinbrüche.
Sun Microsystems verdiente im letzten Quartal weniger, Amazon verzeichnete wegen Steuerbelastungen einen Gewinneinbruch, Electronic Arts und der Handychip-Hersteller RF Micro schreiben Verluste.
Der weltgrößte Online-Einzelhändler Amazon.com verbuchte im zweiten Quartal dieses Jahres wegen höherer Steuerbelastungen einen Gewinnrückgang. Der operative Gewinn und der Umsatz legten jedoch gegenüber der entsprechenden Vorjahreszeit kräftig zu. Die Amazon.com-Aktien schossen deshalb nachbörslich um 10,5 Prozent auf 41,70 Dollar in die Höhe.
Steuerlast schuld an niedrigerem Gewinn
Das Unternehmen verbuchte im April-Juni-Abschnitt nur noch einen
Gewinn von 52 Millionen Dollar gegenüber 76 Millionen im
entsprechenden Vorjahresabschnitt. Der operative Quartalsgewinn
erhöhte sich hingegen um 21 Prozent auf 104 Millionen Dollar. Der
Quartalsumsatz legte um 26 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar zu.
Amazon verdient am "Harry Potter"-KultSun mit weniger Gewinn und Umsatz
Der US-Computerkonzern Sun Microsystems verdiente in seinem vierten Geschäftsquartal bei erneut schrumpfenden Umsätzen weniger.
In den drei Monaten zum 30. Juni sei ein Nettogewinn von 121 Millionen Dollar angefallen, teilte der Konzern mit. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen nach der Einigung in einem Rechtsstreit mit dem Softwarekonzern Microsoft 783 Millionen Dollar verdient. Ohne die Sondererträge hätte Sun Microsystems im Vorjahreszeitraum einen Verlust verbucht.
Der Umsatz nahm im jüngsten Quartal von 3,11 auf 2,98 Milliarden Dollar ab.
Sun und Microsoft sind dicke FreundeEA rutscht in Verlustzone
Der weltgrößte Computerspiele-Hersteller Electronic Arts musste im ersten Quartal wie erwartet einen Verlust hinnehmen. Der Nettoverlust habe 58 Millionen Dollar betragen nach einem Gewinn von 24 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum, teilte der Hersteller von Spielen wie "Die Sims" und "Need for Speed" am Dienstag nach US-Börsenschluss mit.
Der Umsatz sei um 16 Prozent auf 365 Millionen Dollar gefallen. Als Grund für den Verlust gab Electronic Arts unter anderem einen Mangel an Xbox- und PlayStation2-Spielkonsolen an.
Auch der US-Handychip-Hersteller RF Micro geriet in die Verlustzone - trotz einer Erholung der Handyindustrie.
Für das erste Geschäftsquartal bis zum 30. Juni gab RF Micro einen Nettoverlust von 2,7 Millionen Dollar nach einem Gewinn von drei Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum bekannt. Der Umsatz fiel von 165,8 auf 159,4 Millionen Dollar.
Ohne Sonderposten lag der Gewinn des Unternehmens mit Sitz in Greensboro im Bundesstaat North Carolina bei 2,8 Millionen Dollar.
2009 telefoniert die halbe Welt mobil
