21.07.2005

BILANZ

IFPI sieht sich gegen Filesharer gestärkt

Die Musikindustrie sieht sich im Kampf gegen illegale Musikdownloads bestätigt. Wie ein Bericht der IFPI International [Verband der Phongraphischen Wirtschaft] zeigt, hat sich die Zahl legaler Musikdownloads weltweit verdreifacht und betrug demnach 180 Millionen.

Dagegen habe sich das Angebot illegaler Files im Zeitraum von Jänner bis Juni nur um drei Prozent auf 900 Millionen gesteigert, obwohl die Anzahl der Breitbandanschlüsse weiter um 13 Prozent gestiegen ist - was theoretisch mehr Nutzern die Möglichkeit zu Downloads bieten würde.

Als Hauptgrund für diese Entwicklung sieht die IFPI das strenge rechtliche Vorgehen in elf verschiedenen Ländern.

Bei den Konsumenten habe aufgrund der hohen Strafen, die in einzelnen Fällen bis zu 15.000 Euro betragen, ein Umdenken eingesetzt. Seit Beginn des Vorgehens gegen illegale Anbieter im September 2003 wurden 11.522 Fälle in zwölf verschiedenen Ländern bekannt gemacht.

User haben Angst vor Konsequenzen

Ein Drittel der befragten User in den USA und Großbritannien gibt laut IFPI "Angst vor rechtlichen Konsequenzen" inzwischen als Grund dafür an mit dem illegalen Tausch von Musik aufzuhören.

In Österreich hat sich Filesharing zwischen dem ersten Quartal 2004 und 2005 auf 26 Prozent reduziert, in Deutschland ergaben vorangegangene Untersuchungen ein ähnliches Ergebnis.