Hohe Nachfrage nach mobiler Technologie
In Österreich sei bisher im Jahresverlauf 2005 die Nachfrage nach Centrino-Prozessoren für mobile Rechner sehr gut gewesen, sagte der Chef von Intel Deutschland, Österreich und der Schweiz, Hannes Schwaderer. Der österreichische Retailmarkt habe sich recht stark entwickelt, es gebe noch immer einen starken Trend zum privaten PC.
Die Auslieferung von Komponenten für mobile Endgeräte an Fachhändler und Assemblierer habe sich gegenüber vor einem Jahr verzehnfacht, jene von Serverkomponenten habe sich im zweiten Quartal verdoppelt.
Dual-Core-Chips
Eine Zukunftsstrategie von Intel stellen Prozessoren mit zwei
Kernen ["Dual Core"] dar. "Wir stellen alle unsere Produkte um",
sagte Schwaderer. Bereits 2006 sollen laut Intel-Planungen 85
Prozent der Server, 70 Prozent der Desktop-Computer und 75 Prozent
der Notebooks mit Dual-Core-Prozessoren ausgestattet sein. Die
weltweite Nachfrage danach sei bei den Assemblierern sehr gut.
Gewinnplus bei Intel und YahooNeue Produktionstechnologien
Zur Produktion der neuen Prozessoren werde noch in diesem Jahr von der derzeitigen 90- auf die neue 65-Nanometer-Technologie umgestellt. "Die Umstellung soll sehr schnell vor sich gehen, auch weil es Druck auf die Margen gibt", meinte Schwaderer.
Nach der im Juni geschlossenen neuen Partnerschaft mit Apple werde die gesamte Apple-Produktpalette auf Intel-Chips umgestellt. Erste Macintosh-Computer mit Intel-Chips werde es Mitte des kommenden Jahres geben. Derzeit sei Apple dabei, die Software an die Intel-Prozessoren anzupassen. Dazu hätten sie die gesamte Pentium-4-Chip-Palette erhalten.
Auto-PC für alle Anwendungen
Eine weitere Produktgruppe, von der sich Schwaderer großes
Potenzial erwartet, sind mobile Anwendungen für Autos. Gemeinsam mit
der deutschen E.E.P.D. Electronic Equipment Produktion &
Distribution GmbH sei ein hochintegrierter Auto-PC auf
Notebook-Technologie zur Marktreife gebracht worden, mit dem man
sowohl Radio hören, DVDs abspielen, fernsehen, spielen, im Internet
surfen und navigieren könne.
AMD sieht sich gegen Intel gestärktUngebrochene Nachfrage nach Laptops
Dabei könnten mehrere Anwendungen parallel aktiv sein. So könnte etwa auf den Rücksitzen eine DVD angesehen oder im Netz gesurft werden und der Fahrer gleichzeitig das Navigationsgerät benutzen.
Das Wachstum bei mobilen Prozessoren habe im abgelaufenen Quartal 68 Prozent betragen. "Wir sehen keine Änderung im Trend", meinte Schwaderer. Die Nachfrage nach Laptops und mobilen Geräten sei vor allem in den entwickelten Märkten ungebrochen.
