Streit über Schadenersatz nach Netzausfall
Insgesamt elf Tage war Pakistan nach dem Defekt eines Tiefsee-Glasfaserkabels, das bisher die einzige Internet-Verbindung des Landes nach außen darstellt, weitegehend vom Internet abgeschnitten.
Für die pakistanische Wirtschaft, allen voran Internet Service Provider und Call-Center-Betreiber, bedeutet der Ausfall einen großen Schaden. Nun ist laut "Pakistan Times" ein Streit darüber ausgebrochen, wer die entgangenen Umsätze von geschätzten 47 Millionen Dollar ersetzt.
Der Betreiber PTCL weigert sich, die Unternehmen zu entschädigen. "Es war nicht unsere Schuld. Und laut Gesetz müssen wir in so einem Fall auch nicht für den Schaden aufkommen", so ein Sprecher.
Nun soll ein Gericht in der Sache entscheiden.
PTCL stellte zwar während des Ausfalls ein Satelliten-Backup zur Verfügung, dieses sei aber vor allem für Unternehmenskunden viel zu langsam gewesen. PTCL selbst kostete der Defekt rund 600.000 Dollar.
Reparaturen verzögern sich weiterNotwendige Alternativen
Der fast zweiwöchige Ausfall zeigte den Behörden nun die Notwendigkeit einer Ersatzverbindung zum Tiefsee-Kabel SEAMEWE-4 [South East Asia, Middle East and Western Europe-4].
Noch heuer sollen ein weiteres Tiefseekabel und eine Landverbindung über Indien zum Einsatz kommen, wie die pakistanische Regierung nun versichert.
