Handys bescheren LG Gewinneinbruch
Der südkoreanische Elektronikkonzern LG Electronics hat mit einem 70-prozentigen Gewinneinbruch im abgelaufenen Quartal die Markterwartungen enttäuscht.
Zur Begründung verwies das Unternehmen am Montag auf einen drastischen Preisverfall bei Flachbildschirmen und einen harten Konkurrenzkampf auf dem Handysektor. In der Mobiltelefon-Sparte schrieb der weltweit viertgrößte Handy-Produzent erstmals rote Zahlen.
Unter dem Strich verdiente LG in dem am 30. Juni zu Ende gegangenen Vierteljahr 150,6 Milliarden Won [knapp 121 Millionen Euro] nach 493 Milliarden Won im Jahr zuvor. Der Umsatz fiel auf 5,6 Billionen Won von gut sechs Billionen vor einem Jahr.
Der Konzern, der im vergangenen Jahr Siemens als Nummer Vier am Handy-Weltmarkt abgelöst hatte, verbuchte in der Mobiltelefon-Sparte einen operativen Quartalsverlust von vier Milliarden Won nach einem Gewinn von 122,8 Milliarden Won im Vorjahr.
LG will bei Handys auf Platz dreiErwartungen hinuntergeschraubt
Zu schaffen macht LG vor allem der Wettbewerbsdruck durch größere Rivalen wie Nokia und Motorola, der die Marketingkosten in die Höhe trieb.
Im zweiten Vierteljahr verkaufte das Unternehmen 12,09 Millionen Handys und damit weniger als die angepeilten mehr als 13 Millionen Stück. LG-Vize-Präsident Y. S. Kwon rückte angesichts dessen von dem Handy-Absatzziel für 2005 von 62 Millionen ab.
Das Erreichen dieser Marke sei nun unwahrscheinlich. "Wir erwarten aber auf alle Fälle mehr als 50 Millionen Stück", betonte er.
