Sonys Walkmen machen iPod Konkurrenz
Spät war der Elektronikhersteller Sony mit eigenen digitalen Musik-Playern angetreten, doch zumindest im Heimatland scheinen die Konsumenten dem Hersteller die Treue gehalten zu haben.
Während Apple mit dem iPod weiter Marktführer bei den Festplatten-Playern ist, konnten die Flash-Player [Network Walkman] von Sony in den letzten Monaten einen guten Teil des Marktes für sich gewinnen.
Laut den Marktforschern von BCN stieg Sonys Anteil von vier Prozent im März auf 16 im April und schließlich 27 Prozent im Mai und im Juni. Apples Anteil fiel im Vergleich auf unter 20 Prozent.
Von einem echten Comeback zu reden wäre wohl zu früh, der Erfolg muss sich auch in den USA und Europa weiterführen lassen, doch im Ansatz scheint Sony seine 26 Jahre alte Walkman-Krone zumindest teilweise zurückgewonnen zu haben.
Die im März und April vorgestellten Flash-Player von Sony sind zwar teurer als Apples, haben dafür aber ein LC-Display und einen besonders lang anhaltenden Akku.
Sony lässt Flash-Player regnenLangsame und falsche Entscheidungen
Sony hat bis jetzt keine Angaben zum erwarteten Absatz gemacht, doch laut Sony Japan wurde bereits doppelt so viel verkauft wie erwartet. Der Absatz der Festplatten-Player ist weniger beeindruckend, hier ist Sony nur mit 20- und 30-GB-Modellen präsent, ohne Konkurrenzprodukt zu Apples iPod mini mit vier GB.
Sony hatte zu Beginn zudem eine gravierende strategische Fehlentscheidung getroffen: Die ersten Modelle spielten nur das proprietäre ATRAC-Format ab, während das weitaus populärere MP3-Format nicht unterstützt wurde - die Songs mussten vorher umgewandelt werden.
Ob Sony den Erfolg in anderen Märkten fortsetzen kann, hängt laut Analysten von einigen Faktoren ab. Um Apple in den USA mit seinen 60 bis 70 Prozent Marktanteil gefährlich zu werden, müsste Sony etwa seinen Online-Shop "Connect" und die Jukebox-Software attraktiver gestalten.
Die Karten könnten zudem neu gemischt werden, wenn Apple wie erwartet demnächst auch in Japan einen iTunes-Store eröffnet.
Apple mit bestem Geschäftsquartal
