Nutzer nehmen Datenschutz ernst

USA
12.04.2008

In einer Umfrage hat die Mehrheit der befragten US-Bürger angegeben, sich bei der Preisgabe ihrer persönlichen Daten im Netz unwohl zu fühlen.

59 Prozent der von Harris Interactive online befragten Internet-Nutzer erklärten, Websites, die persönliche Informationen über den Nutzer dazu verwenden, Inhalte und Werbung entsprechend zu personalisieren, skeptisch gegenüberzustehen. Ein Viertel der Befragten fühlt sich laut eigenen Angaben dabei überhaupt nicht wohl.

Von den restlichen 41 Prozent waren sieben Prozent damit sehr zufrieden, immerhin 34 Prozent nicht ganz so zufrieden.

Gegenprobe änderte Einstellung

Bei einer "Gegenprobe" legten die Forscher den Befragten eine Liste von möglichen Datenschutzregeln - basierend auf einem Vorschlag der US-Behörde FCC - vor, woraufhin diese ihre Meinung änderten: Nun erklärte die Mehrheit, nämlich 55 Prozent der Befragten, dass sie sich dabei wohlfühlen würden, wenn ihre Online-Aktivitäten für die Personalisierung einer Website herangezogen würden.

Unterschiede gab es auch bei den Generationen: Während die Altersgruppen 18 bis 31 und 32 bis 43 Jahre mit ihren Daten im Netz weniger ein Problem haben, zeigten sich die älteren US-Bürger deutlich besorgter, so die US-Forscher.

Tausche Daten gegen kostenlose Nutzung

Laut Umfrageleiter Alan Westin von der Columbia University sollten die jeweiligen Websites ihre Nutzer gezielt daraufhin weisen, dass sie ihre Daten gegen eine kostenlose Nutzung der jeweiligen Angebote, wie E-Mails und Online-Suche, eintauschen.

Befragt wurden für die Studie im März dieses Jahres insgesamt 2.513 US-Internet-Nutzer.