Die Innenministerin und die Technik
Innenministerin Liese Prokop (ÖVP) hat sich in der Ö3-Interviewsendung "Frühstück bei mir" als Technologiemuffel offenbart. Sie habe erst nach ihrem Amtsantritt im vergangenen Dezember ihr erstes Handy bekommen, sagte Prokop im heute ausgestrahlten Interview. "Ich habe mich lange gewehrt, aber es geht nicht anders."
Während ihrer Zeit als niederösterreichische Landeshauptmann-Stellvertreterin [1992-2004] habe sie "mit einem Autotelefon" das Auslangen gefunden. "Jeder, der mich erreichen wollte, hat mich erreicht", sagte sie. Prokop bekannte ein, dass sie sich bei SMS schwer tue. "Ich kann sie lesen, aber nicht schreiben."
Der Beitrag zum Nachhören bei OE3"Ein Laptop ist etwas Schönes, aber ..."
Anders als ihr Vorgänger Ernst Strasser [ÖVP], der während der Sitzungen des Nationalrats mit seinem unvermeidlichen Sony Vaio samt Datenkarte gerne im Internet unterwegs war, kann Prokop auch nicht besonders viel mit Laptops anfangen. "Ein Laptop ist etwas Schönes, aber ich schau lieber jemanden anderen an und red mit ihm." Auch E-Mails würden ihre Mitarbeiter für sie schreiben. "Die machen das perfekt."
Sie halte das persönliche Gespräch mit Menschen für das "Allerwichtigste": "Das Face-to-Face ist etwas ganz anderes, man sieht die Reaktion und kann es dann ausreden."
Innenminister Strasser hatte hingegen "virtuelle Wachzimmer" eingerichtet.
