Stauwarnung schon eine Woche im Voraus
Das Auto ist in Kalifornien das meistbenutzte Transportmittel. Dementsprechend stecken Pendler trotz bis zu zehnspuriger Freeways tagtäglich während der Stoßzeiten im Stau fest.
Zwar gibt es schon jetzt jede Menge SMS-Dienste, die vor verstopften Straßen warnen, doch meist kommen die Infos für die Stauopfer zu spät.
Nun wurde in Sacramento das erste Langzeitvorhersage-System für Staus installiert. Bis zu sieben Tage im Voraus informiert die 3-D-Vorschau über die zu erwartende Verkehrssituation.
Ähnlich dem Wetterbericht im TV
Präsentiert wird die Vorhersage - ähnlich dem Wetterbericht -
täglich im Fernsehen, dargestellt anhand von mit Animationen
versehenen Satellitenfotos.
Demo-Video
TV-Bericht über "Beat-the-Traffic"Ermittelt Muster aus Datenflut
Das System "Beat the Traffic" warnt dabei vor aktuellen Verkehrsknotenpunkten und gibt Tipps, welche Routen am besten und zügigsten befahrbar sind.
Dabei werden nicht nur die aktuellen Verkehrsdaten berücksichtigt, auch die Witterungsverhältnisse, Baustellen und besondere Veranstaltungen wie Konzerte oder Sportevents werden miteinbezogen.
Diese Daten werden mit jenen aus der Vergangenheit kombiniert und die dabei ermittelten saisonalen Muster in die Vorhersagen integriert.
So tragen etwa die Informationen über die Auswirkungen eines bereits passierten Unfalls dazu bei, das Verkehrs-Schadensausmaß bei einem erneuten Unfall zu ermitteln.
Auch individuelle Prognosen für die eigene Route - Besuch der Tante besser am Donnerstag oder Freitag? - kann man sich über die Website holen. Die Kosten für das Service liegen bei 20 Dollar pro Jahr.
Beat-the-Traffic.comWeitere US-Städte folgen
Binnen der nächsten Monate sollen 19 weitere US-Großstädte mit dem Prognose-System ausgerüstet werden.
Verkehrsclubs warnen jedoch, dass Vorhersagen über den Verkehr zwar nützlich und oft auch hilfreich, jedoch genauso mit Vorsicht zu genießen seien wie Wetterprognosen.
"Ein unvorhersehbares Ereignis wie ein umgekippter Lastwagen, und schon herrscht nur noch Chaos", so Paul Watters von der Automobile Association Motoring Trust in England.
