Ausgleichsverfahren gegen mywave

Breitband
10.04.2008

Oberösterreichischer Anbieter mit Problemen

Über die mywave Internetdienstleistungs AG ist am Donnerstag am Landesgericht Linz das Ausgleichsverfahren eröffnet worden. Das gab der Kreditschutzverband [KSV] in einer Presseaussendung bekannt. Die Schulden werden mit 6,1 Millionen Euro angegeben, ihnen stehen Aktiva von lediglich 1,8 Millionen Euro gegenüber.

Den rund 280 Gläubigern wird eine Quote von 40 Prozent angeboten. Betroffen sind vier Dienstnehmer, davon drei Lehrlinge. Als Insolvenzursache nennt der KSV Konkurrenzdruck und Liquiditätsengpässe.

Markteinbruch im Frühjahr

Das Unternehmen versorgt über rund 200 Senderstandorte 2.500 Kunden in Oberösterreich mit Breitband-Internet und Internet-Telefonie. Im Rahmen der Breitbandinitiative des Landes Oberösterreich 2005 habe man begonnen, ein flächendeckendes Netz in vorwiegend ländlichen Gemeinden zu erstellen, heißt es in der Aussendung. Wegen des Erfolgs habe mywave auch den kontinuierlichen Weiterausbau in Salzburg in Angriff genommen.

Im Frühjahr 2007 sei es jedoch zum Einbruch des gesamten Marktes gekommen, da wesentlich größere Wettbewerber mobiles Breitbandinternet zu billigsten Preisen angeboten haben, so der KSV weiter. Den derzeitigen Geschäftsverlauf stuft der KSV aufgrund der drastischen Fixkostenreduktion als positiv ein, mywave erwarte in den nächsten Monaten Einnahmensteigerungen und wolle auch Investoren gewinnen.

(APA)