02.07.2005

VISION

Bill Gates will nicht zum Cyborg werden

Bei einem Besuch in Singapur bekannte sich Bill Gates - wenn um seinen eigenen Körper geht - als technikscheu.

"Einer der Mitarbeiter bei Microsoft sagt immer zu mir 'Ich bin bereit, schließt mich an'. Ich fühle nicht ganz so, ich bin glücklich, dass der Computer dort steht und ich hier bin", so Gates auf die Frage, ob er daran glaube, dass Computer jemals in Gehirne implantiert werden könnten.

Er merkte an, dass solche Implantate bereits bei Hörschwierigkeiten oder Schmerzpatienten erfolgreich eingesetzt werden. Es gebe auch Fortschritte bei Implantaten für Sehschwächen.

Die Technologien dazu würden ständig weiterentwickelt. Er bekannte sich auch zu Ray Kurzweils Vision der Künstlichen Intelligenz, die für die Zukunft die Kombination von Mensch und Computer als alltäglich vorhersagt.

Gates Visionen

Gates glaubt zudem daran, dass Spracherkennung die Zukunft der Computer-Bedienung ist, auch wenn die Tastatur dadurch nicht abgelöst werden soll. Dafür sollen Stifte, allerdings ohne Tinte, der dritte hauptsächliche Weg der Interaktion mit dem Rechner werden, so Gates.

Als größte technologische Herausforderung abseits von Raubkopien sieht er die Sicherheit im Internet, vor allem in Hinsicht auf Datenschutz und Spam-Mails. Auch die Online-Suche und das Internet allgemein könne noch verbessert werden - Bereiche, in denen Microsoft derzeit stark investiert.

Die nächsten zehn Jahre werden laut Gates "viel interessanter" als die letzten 30, die die schnellere Techologie-Entwicklung das Leben und Arbeiten der Menschen ebenfalls schneller verändern soll.