30.06.2005

MEHR SPEED

Uni Linz entwickelt schnellen Java-Compiler

Die Wissenschaftler des Instituts für Systemsoftware der Universität Linz stellten kürzlich im Rahmen der Software-Entwicklerkonferenz VEE'05 [Virtual Execution Environments] in Chicago die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten an einem neuen Java-Client-Compiler vor.

Der Client-Compiler ist ein Just-in-time-Compiler, der Programmcode in den jeweiligen Rechnercode - x86 oder Sparc-Code - übersetzt. Mit Hilfe eines neuen Übersetzungsverfahrens, dem Linear-Scan-Verfahren, sollen Java-Programme damit wesentlich beschleunigt werden können

Weiters entwickelten die Java-Experten der Uni Linz neue Verfahren zur Optimierung des Compilers. Sun wird den neuen Registerallokator voraussichtlich in einer zukünftigen Version von JDK [Java Developer Kit] einbauen.

Durchschnittlich 25 Prozent schneller

Derartige Compiler erforderten völlig neue Übersetzungstechniken, so Hanspeter Mössenböck, Professor am Institut für Systemsoftware der Universität Linz und Leiter des Forschungsprojekts.

Verbesserte Datenstrukturen und eine effizientere Verwaltung der Rechenregister bringen durchschnittlich 25 Prozent mehr Geschwindigkeit, in manchen Fällen bis zu 90 Prozent, so Christian Wimmer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Linzer Institut für Systemsoftware.

Weitere Geschwindigkeitssteigerungen sollen durch Escape-Analyse erreicht werden.