AMD klagt Intel auch in Japan
Die japanische Niederlassung des US-Computerchipherstellers AMD hat die dortige Vertretung des Konkurrenten Intel auf 55 Millionen Dollar Schadenersatz verklagt.
Das Unternehmen habe zwei Klagen eingereicht, in denen es um Verletzungen des japanischen Kartellrechts gehe, teilte Advanced Micro Devices [AMD] mit.
AMD hatte diese Woche bereits in den USA eine Klage gegen Intel eingereicht. Der Hersteller wirft dem Konkurrenten vor, unter anderem Kunden wie Dell und Sony unter Druck gesetzt zu habe, um so rechtswidrig sein Geschäft auszubauen.
Der Streit ist nicht der erste zwischen den Konkurrenten: Die japanische Marktaufsicht hatte Intel vor einigen Wochen gezwungen, Rabatte in Japan zu streichen.
Nach Einschätzung der Marktaufsicht hatte Intel Kartellgesetze verletzt und AMD behindert. Zudem hat die Europäische Kommission Anfang Juni ein Wettbewerbsverfahren gegen Intel wieder aufgenommen - auch hier wegen einer Beschwerde von AMD.
AMD reicht Kartellklage gegen Intel ein"Fair, aber hart"
Unterdessen wies der neue Intel-Chef Paul Otellini die Vorwürfe zurück. "Wir widersprechen eindeutig den Vorwürfen von AMD und sind überzeugt, dass diese jüngste Klage günstig für uns ausgehen wird - genauso wie die anderen", so Otellini.
"Wir konkurrieren fair aber hart, um Endkunden die meisten Vorteile zu bringen." Das werde sich auch in Zukunft nicht ändern.
