03.07.2005

Ö1-TIPP

Zehn Jahre "matrix"

"Das lateinische Wort matrix bedeutet Gebärmutter, Gussform, Schema und meint allgemein auch eine Substanz, in der etwas entsteht, sich entwickelt oder enthalten ist", so Mischa Zickler, Moderator der ersten matrix-Sendung im Jahr 1995.

Erwachsen geworden ist es nicht, das World Wide Web, aber es ist in die Pubertät gekommen. Die ersten Gehversuche des Internet protokollierte "matrix" vor zehn Jahren.

1995 wurden die ersten Internet-Cafes eröffnet und Firmen mit seltsamen Namen wie etwa Yahoo gegründet. Von silbernen Scheiben mit riesigem Speichervermögen war damals die Rede, von Windows 95 als neuem Fenster zur Welt und frischgebackene Internet-Gurus, wie John Perry Barlow, beschworen den Cyberspace als Parallelwelt.

Von den Anfängen der E-Politik

Im Zentrum von "matrix" stehen die Bedürfnisse der User, die die digitalen Medien als Erweiterung ihres kulturellen Spielraums und ihrer sozialen Handlungskompetenz erfahren.

In der allerersten Ausgabe berichtete "matrix" über den Auftritt der österreichischen Parteien im Internet. Nicht alle hatten zu dieser Zeit bereits eine Homepage.

Als Pionier der virtuellen österreichischen Parteienlandschaft trat die Volkspartei in Erscheinung, sie machte den Anfang bereits im August 1994.

Die Grünen gaben sich zu dieser Zeit noch eher zugeknöpft. "Von Politiker-Chat halte ich nicht übermäßig viel", so Peter Pilz im Interview aus dem Jahr 1995. "Chat kann übersetzt auch Geschwätz heißen."

Heute 22.30 Uhr im Ö1-Magazin "matrix"

"Matrix" spielt "rewind" und macht ein Stück Computer- und Internet-Geschichte hörbar: "Windows 95: Der Launch im Wiener Stephansdom", "Cyberrebellen im Kampf um