Handys, gegrillt und weit geschmissen
Ein Wurf über 77 Meter hat einem 36-jährigen Deutschen aus dem Sauerland nicht nur die Meisterschaft im "Handyschmeißen" eingebracht, auch ein neuer deutscher Weitenrekord wurde aufgestellt.
Die Gewinner des "Freestyle"-Teamwettbewerbs, drei Bielefelder, grillten die alten Mobiltelefone zuerst. Diese Performance punktete, wie der gesamte Auftritt in Bauarbeiterkluft und Silberperücken an der Wurflinie. Auch sie gewannen die Reise ins finnische Savonlinna zur Weltmeisterschaft.
Die Finnin Virpi Staar, "Nordic Walking"-Trainerin, importierte die neue Sportart ihrer Landsleute im vergangenen Jahr nach Bielefeld. Staar erhielt die Erlaubnis der finnischen Weltmeisterschaft, die deutsche Qualifikation auszurichten.
Die Hompage der HandyschmeißerHandywerfer gegen Handyschmeißer
Die musste sie allerdings "Handyschmeißen nach finnischen Regeln" nennen, denn nach einem Rechtsstreit beanspruchte der "Internationale Verband der Handywerfer" den Namen "Handywerfen" für sich. Er richtet im August eine Europameisterschaft im sächsischen Kamenz aus.
Erfinderin des Handyweitwurfs ist Christine Lund, die Gründerin der finnischen Weltmeisterschaft. Weitere Qualifikationen sollen nun auch in Großbritannien, Israel, Norwegen, Österreich, Russland und der Schweiz laufen. Lund achtete am Samstag unter anderem auf den ordnungsgemäßen Wurf mit den rund 80 ausrangierten Geräten. Nicht selten wurde sie hierbei unterbrochen - vom Klingeln ihres Handys.
