Vollprivatisierung der Deutschen Telekom
In Deutschland erwägt die sozialdemokratische Regierung bis dato Unerhörtes, nämlich die Deutsche Telekom ganz zu entstaatlichen, um den Haushalt 2006 zu finanzieren.
"Ohne mich schon festlegen zu wollen: Die Anteile, die wir an Telekom und Post halten, könnten wir weiterverkaufen", sagte Eichel der "Welt am Sonntag". Die Anteile würde bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau geparkt. Auch der Verkauf von Beteiligungen an Flughäfen oder von Forderungen aus dem so genannten ERP-Sondervermögen kämen in Frage.
Direkt und über die Kreditanstalt für Wiederaufbau hält die deutsche Bundesrepublik noch 38 Prozent an der deutschen Telekom. Der Konzernumsatz betrug 2004 57,9 Milliarden Euro, weltweit netzwerken rund 247.000 Mitarbeiter in 50 Ländern.
"Das alles wäre 2006 zum letzten Mal möglich, danach hat der Bund nicht mehr viel zu privatisieren", sagte der Minister. Eichel schloss aber auch nicht aus, dass Privatisierungen noch 2005 möglich seien. Darüber werde im Herbst entschieden.
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