Britische BT öffnet Netz für Konkurrenz
Der frühere Monopolist einigte sich mit dem Regulierer Ofcom auf mehrere Punkte, die heimischen Rivalen den Netzzugang sichern sollen.
Ofcom erwartet dadurch einen Preisrückgang für Gespräche, Anschlüsse und andere Dienstleistungen für Privat- und Firmenkunden.
Der Regulierer erklärte, die Einigung werde BT eine Meldung an den Wettbewerbsausschuss ersparen, der eine Aufspaltung des Konzerns in seine Privatkunden- und Großhandelssparte hätte beschließen können.
Die Konkurrenz hatte BT vorgeworfen, das Unternehmen biete seiner eigenen Privatkunden-Sparte bessere Netz-Zugangsbedingungen als Wettbewerbern.
BT GroupMehr Transparenz bei "letzter Meile"
Zentraler Bestandteil der jetzt getroffenen Vereinbarung ist die Verpflichtung von BT, eine neue Sparte zu schaffen, die für einen transparenten Zugang zu seinem landesweiten Netz sorgen soll - unter denselben Bedingungen wie für die eigene Privatkunden-Sparte.
In dieser neuen Sparte ist auch die "letzte Meile" angesiedelt, die den Anschluss an den jeweiligen Haushalt oder an gewerbliche Kunden beinhaltet. Die anderen Telekom-Anbieter brauchen einen Zugang dazu, wenn sie ihre eigenen Dienste anbieten wollen.
Ähnliche Probleme gibt es in allen europäischen Ländern seit der Freigabe der Telekom-Märkte, weil die ehemaligen Monopolisten flächendeckend über den Zugang verfügten und diesen Vorteil nicht einfach preisgeben wollen.
Sollte BT seine Zusagen nicht einhalten, könne ein Gericht eingeschaltet werden, erklärte Ofcom. Dabei könnten die Board-Mitglieder zur Verantwortung gezogen werden.
Regulierungsbehörde Ofcom
