Erste Signale von "Cosmos 1"
Die weltweit erste Sonnensegel-Sonde "Cosmos 1" ist nach ihrem Start ins All entgegen ersten Befürchtungen möglicherweise doch funktionsfähig.
Stunden nach dem Start des ersten solarbetriebenen Weltraumseglers haben die Bodenkontrollstationen nun doch erste Signale empfangen. Experten gingen aber davon aus, dass die Sonde nicht auf die vorausberechnete Umlaufbahn gelangt ist.
Unmittelbar nach dem Start hatten Wissenschaftler die russisch-amerikanische "Cosmos 1" zunächst nicht orten können und zwischenzeitlich bereits ein Scheitern des Jungfernflugs befürchtet.
In der kalifornischen Planetary Society, der Organisation, die als Geldgeber hinter dem Pionierversuch steht, warteten die Verantwortlichen stundenlang auf ein Zeichen. Schließlich gingen in drei Stationen im Pazifischen Ozean, in Russland und Tschechien erste telemetrische Daten ein. Nach Aussagen von Mitarbeitern der Weltraumorganisation in Pasadena deutet das darauf hin, dass der Sonnensegler den Orbit erreicht hat.
Die Solarsonde war mit einer Trägerrakete von einem russischen U-Boot in der Barentssee mit einer Trägerrakete ins All befördert worden. Die Idee hinter dem Projekt ist, dass die 100 Kilogramm schwere Sonde allein durch das Sonnenlicht angetrieben wird. Als Kraftwerk an Bord dienen insgesamt acht Segel, die als großflächige Sonnenkollektoren fungieren.
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