22.06.2005

MOBIL

Mehr Komfort und Unterhaltung im Flieger

Auf der Industriemesse Paris Airshow zeigten die Hersteller letzte Woche dazu ihre Entwicklungen. In ein bis zwei Jahren soll jeder Sitz zu einem persönlichen Büro bzw. Unterhaltungszentrum umfunktionierbar sein, versprechen sie.

Dazu werden unter anderem auf der Rückseite jedes Sitzes kleine Monitore den Passagieren Zugang zu Internet, einem personalisierten Video- und Audioprogramm, Büchern sowie Infos über den Flug bieten.

Auch die Auswahl des Bord-Menüs und der Duty-free-Einkauf könnten darüber abgewickelt werden.

Einige Airlines bieten solche individualisierten Unterhaltungsprogramme bereits an, doch die Monitore sollen nun größer werden. Damit werden auch weitere Anwendungen möglich, etwa interaktive Karten und ein Flug-Informationssystem.

Individuelle Klimatisierung

Die Passagiere können sich dabei Infos zu Sehenswürdigkeiten und Wissenswertem über das Gebiet unter ihnen ansehen und sich über den aktuellen Lageplan informieren.

Ein weiteres, nicht zu unterschätzendes Ärgernis und Problem ist die passende Klimatisierung des jeweiligen Sitzbereiches.

Die holländische Firma TNO hat dazu einen Prototyp eines Sessels vorgestellt, der aus der Kopfstütze frische und befeuchtete Außenluft für jeden Fluggast in einer persönlich wählbaren Dosierung liefert.

Auch die Temperatur kann je nach Geschmack und unabhängig vom gesamten Raumklima in der Kabine angepasst werden.

Angst vor Dauergequatsche

Während der drahtlose Internet-Zugang via WLAN derzeit bereits auf diversen Flügen im Einsatz ist, wird über die Handytelefonie allerdings noch heftig diskutiert.

Nicht nur US-Behörden sprachen sich wegen Terrorangst bei der Federal Communications Commission [FCC] gegen Handys aus, auch die Passagiere selbst zeigten sich wenig begeistert. Die FCC prüft derzeit Pläne, wonach ab 2006 das Telefonieren im Flieger in den USA erlaubt werden soll.

Genauso wie die Flugbegleiter fürchten auch die Gäste, auch hoch über den Wolken vom allgegenwärtigen Handygespräch belästigt zu werden - und das vor allem ohne echte Fluchtmöglichkeiten. Laut dem US-Marktforscher IDC waren nur elf Prozent von 50.000 Befragten für eine Aufhebung des allgemeinen Handyverbots in Flugzeugen.