Gewerkschaft "droht" Vertragskündigung an
Vor dem Verkauf der Siemens-Handysparte an den taiwanesischen Elektronikhersteller BenQ hat die deutsche Gewerkschaft IG Metall mit der Kündigung eines wichtigen Ergänzungstarifvertrags gedroht.
Oliver Burkhard, Leiter der Tarifabteilung der Gewerkschaft, sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" [Dienstag-Ausgabe], die Arbeitgeberseite müsse wegen des für September geplanten Verkaufs neu über den 2004 geschlossenen Tarifvertrag zur Sicherung der Standorte Kamp-Lintfort und Bocholt verhandeln.
Im Fall ergebnisloser Gespräche könne die Gewerkschaft den Vertrag innerhalb von vier Wochen kündigen. Dadurch würde die Arbeitszeit an den Standorten wieder auf 35 von 40 Stunden pro Woche sinken, außerdem müsste Siemens wieder Urlaubs-
und Weihnachtsgeld zahlen.
"BenQ sähe die Übernahme dann bestimmt in einem ganz anderen Licht", so Burkhard. Ein Siemens-Sprecher sagte der Zeitung: "Wir gehen davon aus, dass die Vereinbarungen nicht angetastet werden sollen."
BenQ fordert flexible Siemens-Mitarbeiter
