Microsoft bekämpft deutschen Spammer
Microsoft hat gegen ein deutsches Unternehmen wegen des Versands von Spam-Mails eine Unterlassungs- und Schadenersatzklage eingereicht.
Das Unternehmen sei nach Erkenntnissen von Microsoft für zahlreiche Aktionen mit unerwünschten Werbe-E-Mails verantwortlich, teilte der weltgrößte Softwarekonzern am Montag in München mit.
Vermutlich habe der Geschäftsführer mit seinem Firmennetzwerk mehrere Millionen Spam-Mails verschickt.
In Deutschland ist der Versand von Spam kein Straftatbestand. Deshalb klage Microsoft den Firmeninhaber wegen unlauteren Wettbewerbs, hieß es.
Der Geschäftsmann soll nach längeren Aufenthalten in den USA ein Firmennetzwerk amerikanischer und ukrainischer Unternehmen aufgebaut haben.
Microsoft verklagt israelischen SpammerSpam immer öfter aus Industriestaaten
Über verschiedene Websites soll der Mann auch Spam-Dienste an Dritte und millionenfach E-Mail-Adressen anbieten.
Das Spam-Geschäft sei inzwischen international so gut organisiert, dass unerwünschte E-Mails zwar von Drittstaaten verschickt werden, sagte Dorothee Belz von Microsoft Deutschland. Die eigentlichen Verantwortlichen kämen aber immer häufiger aus den westlichen Industriestaaten.
