Biometrie gegen Porno im Priesterseminar
Dass auch Priestern Menschliches nicht fremd ist - besonders den Schülern aus dem St. Pöltener Priesterseminar nicht - wurde wieder einmal von "profil" aufgedeckt.
Kaum ein Jahr nach der folgenreichen Pornoaffäre scheinen Priesterschüler wieder schwach geworden zu sein. Vom Rechner in der Bibliothek der philosophisch-theologischen Hochschule, die sich im selben Gebäude wie das Priesterseminar befindet, wurden seit Dezember des Vorjahres wiederholt Websites mit pornografischen Inhalten angeklickt.
Entdeckt wurde der Umstand bei Überprüfungen in der EDV-Zentrale der Diözese. Das heißt, die Logfiles des Proxy-Servers wurdfe ausgelesen und analysiert. Jetzt sollen sogar biometrische Zugangskontrollen installiert werden, die einen Einstieg ins Netz nur mittels Fingerabdruck ermöglichen.
1999 06 09 Diözese St. Pölten geht ans Netz"Nur ein einziges Mal"
Diözesanbischof Klaus Küng bestätigt in einem "profil"-Interview die Informationen, erklärt aber, dass es nur "ein einziges Mal" zum Anklicken pornografischer Internetseiten gekommen sei.
Küng verteidigt in dem Interview seine Entscheidung aus dem Vorjahr, das St. Pöltener Priesterseminar vorübergehend zu schließen, um den Anwärtern, die weiterhin eine Priesterlaufbahn einschlagen wollen, die Chance auf Wiederaufnahme zu geben
Priesterseminar St. Pölten
