China hebt Wikipedia-Sperre teilweise auf
Politisch kontroverse Themen weiterhin blockiert
China hat seinen Bürgern einen Teilzugang zur englischsprachigen Ausgabe der Online-Enzyklopädie Wikipedia eingeräumt.
Zwar bestätigten Internet-Nutzer am Samstag in Peking und Schanghai, dass sie nun politisch weniger kontroverse Einträge wie den zu Johann Sebastian Bach aufrufen konnten. Bei Themen wie Tibet und dem Platz des Himmlischen Friedens antworte der Browser jedoch mit einer Fehlermeldung.
Einem Bericht des britschen Magazins "Inquirer" zufolge dürfte auch die chinesische Version der Wikipedia seit Mitte der vergangenen Woche wieder teilweise zugänglich sein.
Die kommunistische Regierung in Peking überwacht das Internet engmaschig und hatte den Zugriff auf die Wikipedia bereits mehrmals blockiert. Zum ersten Mal wurde die Wikipedia im Juni 2004 gesperrt. Damals jährten sich die Proteste auf dem Tianenmen-Platz zum 15. Mal.
Chinas Internet-Zensur war in der vergangenen Woche auch Thema bei Gesprächen zwischen der Koordinierungskommission des Internationalen Olympischen Komitees [IOC] und den Organisatoren der Olympischen Spiele, die von 8. bis 24. August in Peking stattfinden sollen.
Die chinesischen Organisatoren versicherten dabei, dass die circa 30.000 Journalisten nicht von den in China üblichen Internet- und TV-Zensurmaßnahmen betroffen sein werden.
(futurezone | Reuters)
