Ericsson hilft Napster aufs Handy
Napster hat mit dem Technologieanbieter Ericsson eine umfangreiche Partnerschaft für den Aufbau eines Musikangebots für PCs und Handys geschlossen.
Das neue Angebot kombiniere das Herunterladen über Mobilfunk mit den schon existierenden PC-Download-Möglichkeiten. Songs sollen sowohl im Abo-Modell als auch einzeln angeboten werden, so Ericsson. So könne der Kunde vom PC auf die gleiche Musikdatenbank zugreifen wie mit dem Handy.
Das Angebot wird den Markennamen Napster tragen und das bisherige Musikangebot von Napster mit Ericssons Musikdienst kombinieren. Die Abrechnung soll über die Handyrechnung erfolgen.
Der Musikdienst wird zunächst Netzbetreibern auf ausgewählten Märkten Europas, Asiens, Latein- und Nordamerikas angeboten, Europa soll 2006 folgen.
Der Dienst soll auf die meisten der heute im Handel erhältlichen Handys angepasst werden können und auch künftige Breitband-Übertragungen unterstützen. An den Einkunftsarten sollen auch die Mobilfunkbetreiber beteiligt werden.
Handy-Unterhaltung als MilliardengeschäftApple, Microsoft, Motorola, Nokia
Mit ihrem Schulterschluss fordern die beiden Partner vor allem den Marktführer Apple heraus, der sich mit dem US-Handyhersteller Motorola zusammengetan hat.
Derzeit führt mit einem Marktanteil von weit über 70 Prozent Apple mit seinem Online-Musikladen iTunes und dem mobilen Player iPod den Markt an. Für den neuen Trend zum Musikhandy hat sich Apple inzwischen mit Motorola zusammengetan.
Der Softwarehersteller Microsoft, der ebenfalls in das lukrative Geschäft einsteigen will, kooperiert seit diesem Frühjahr mit dem finnischen Handyhersteller Nokia.
