E-Card-Installationen hinter Zeitplan
Die Einführung der E-Card ist bereits voll im Gange, nach Angaben des Hauptverbandes der Sozialversicherungen wurde bisher rund eine Million E-Cards an die Versicherten verschickt.
Bei der Installation der entsprechenden Anschlüsse in den Arztpraxen liege man allerdings unter Plan, wie der zuständige Hauptverbands-Geschäftsführer Volker Schörghofer einräumt.
Grund sei der von der Ärztekammer im April verfügte "Roll-out-Stopp". Schörghofer: "Wir sind im Takt hinten, das muss man klar sagen. Es gibt eine Verzögerung von zwei, drei Wochen."
Insgesamt wurden laut Schörghofer in 900 Arztpraxen Anschlüsse für das E-Card-System installiert. In Wien waren es allerdings bisher nur 20.
Für die Patienten, die bereits mit der E-Card ausgestattet wurden, bedeute das aber keine Verzögerung, so Schörghofer.
Ärzte akzeptieren E-Card zähneknirschendIn Niederösterreich funktioniert bei 26 von 45 Praxen das Computersystem noch nicht. Die E-Card kann dort nicht verwendet werden.
Mehr dazu in oesterreich.ORF.atHauptverband zuversichtlich
Trotz der Verzögerung bei den Installationen glaubt Schörghofer weiterhin, dass die flächendeckende Einführung der E-Card bis November abgeschlossen sein wird. Der Hauptverband sei zuversichtlich, dass die Verzögerungen aufgeholt werden können.
Bisher seien 5.000 Bestellungen für Systeminstallationen eingelangt. Gleichzeitig räumt Schörghofer ein, dass die Umstellung auch für die Ärzte kein Spaziergang sei.
Spätestens bis Jahresende müssen alle Arztpraxen technisch auf die Chipkarte vorbereitet sein, so Schörghofer weiter. Andernfalls drohen für die Ärzte Abrechnungsprobleme.
Ab Jänner gebe es auf jeden Fall keine Krankenscheine und keine Ersatzkrankenscheine mehr. "Die letzten zehn Prozent werden wahrscheinlich erst im November aufwachen", so Schörghofer.
