Samsung wehrt sich gegen Rambus-Klage
Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung, der in der vergangenen Woche vom US-Chipentwickler Rambus mit einer Patentklage konfrontiert wurde, setzt sich jetzt zur Wehr.
Die Südkoreaner haben ihrerseits eine Gegenklage eingereicht, die die Gültigkeit einiger Rambus-Patente anzweifelt. In der Klageschrift bezeichnete Samsung vier Patente der US-Amerikaner als "ungültig und nicht durchsetzbar", schreibt das "Wall Street Journal".
Samsung beruft sich bei seiner Klage auf ähnliche Sachverhalte wie der deutsche Chiphersteller Infineon, der sich nach einem fünf Jahre währenden Patentkrieg im März 2005 mit Rambus auf eine Beilegung der Streitigkeiten geeinigt hatte.
Demnach soll Rambus Informationen, die ihm als Mitglied des Standardisierungskomitees JEDEC zugekommen sind, genutzt haben, um sich zusätzliche Patente zu sichern und dann andere Mitglieder der Kommission zu klagen.
Infineon zahlt, aber nicht vielKlagewelle von Rambus
Im Jänner hatte Rambus bereits Klagen gegen die südkoreanische Hynix, die taiwanesische Nanya Technology, gegen Infineon sowie gegen das Nanya-Infineon-Joint Venture Inotera Memories eingebracht.
Samsung wirft Rambus unter anderem vor, ebenfalls gegen 14 seiner Patente bei DDR2-Speicherchips und GDDR2- und GDDR3-Grafikspeichermodulen zu verstoßen.
Darüber hinaus sieht Rambus elf seiner SDRAM-, DDR-DRAM- und Controller-Patente verletzt.
