Verfassungsschutz will mehr Telefondaten
Der deutsche Verfassungsschutz-Präsident Heinz Fromm hat sich dafür ausgesprochen, Telefondaten künftig zwölf statt drei Monate zu speichern.
Für die Aufklärung terroristischer Netzwerke benötigten die Sicherheitsbehörden Informationen darüber, wann ein Verdächtiger mit wem Kontakt gehabt habe, sagte Fromm der "Bild am Sonntag".
Der Verfassungsschutz könne bereits auf Verbindungsdaten zurückgreifen, die bei den Telekommunikationsunternehmen gespeichert seien. Diese Daten würden aber schon nach kurzer Zeit gelöscht.
"Für die Arbeit des Verfassungsschutzes wäre es wichtig, die Speicherdauer auf zwölf Monate zu erhöhen", so Fromm.
Auch der deutsche Innenminister Otto Schily will Telefondaten länger speichern, stößt mit seinen Vorschlägen aber auf Vorbehalte in der rot-grünen Koalition.
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