GPS-Ortung für Alzheimer-Patienten
Alzheimer-Patienten können künftig bei ihren unvorhersehbaren und oftmals lebensgefährlichen "Ausflügen" mit einem neuen Armband geortet werden.
Das kanadische Unternehmen Medical Intelligence stellte am Freitag in Paris das Armband "Colomba" vor, das mit einem satellitengestützten Ortungssystem, einer Notruftaste und Messfühlern zur Übermittlung bestimmter Körperdaten wie Herzrhythmusstörungen ausgestattet ist.
Der Sender im Armband löst in einer rund um die Uhr besetzten Zentrale einen Alarm aus, sobald der Patient einen vorher festgelegten Umkreis verlässt. Über eine Mobilfunkverbindung können die Mitarbeiter mit ihm Kontakt aufnehmen. Gelingt das nicht, können Angehörige oder Pfleger den Betroffenen mit dem Ortungssystem schnell auffinden.
Die Batterien des Alzheimer-Armbandes sollen zwei Wochen halten. Zum Anschaffungspreis von gut 300 Euro kommt nach ersten Berechnungen eine monatliche Gebühr von rund 30 Euro für die Notrufzentrale.
Seinen ersten Praxistest soll Colomba diesen Sommer in einem Pariser Seniorenwohnheim erleben. Noch vor Ende des Jahres soll das Gerät in Apotheken erhältlich sein.
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