D-Mark kehrt in Telefonzellen zurück
Die Deutsche Telekom führt in ihren Telefonzellen die D-Mark wieder ein - jedenfalls vorübergehend.
Wie die Festnetztochter T-Com am Mittwoch in Bonn mitteilte, akzeptieren alle 50.000 Telefonzellen quer durch die Republik ab sofort bis zum 31. August wieder Mark- und Pfennig-Stücke.
Dabei sei ein Umtauschkurs von einer Mark zu einem Euro festgelegt worden. Gespräche, die mit der ehemaligen deutschen Währung geführt werden, kosten damit nur rund die Hälfte im Vergleich zur Zahlung in Euro.
Ein Telefongespräch sei wieder ab zehn Pfennig möglich. Bezahlt werden kann laut T-Com mit Münzen zu zehn und 50 Pfennig sowie zu einer, zwei und fünf Mark.
Die Deutsche Telekom will bundesweit bis zum Jahr 2007 wieder mehr öffentliche Münz-Telefonzellen einrichten.
Deutsche Telekom stockt Münztelefone aufDeutsche horten Mark-Stücke
T-Com begründete die Aktion mit noch immer hohen Vorräten von D-Mark-Münzgeld in den deutschen Haushalten. Viele Bürger tauschten ihre Reste nicht um, weil sich der Gang zur Bank für die geringen Beträge nicht lohne.
Die Umstellung der Telefone war laut T-Com technisch kein Problem. "Im Prinzip mussten wir nur auf einen Knopf drücken und wieder möglich machen, was die Telefone vor der Euro-Einführung schon konnten", sagte der Unternehmenssprecher.
Es habe sich um eine reine Softwareumstellung gehandelt, da alle Münzfernsprecher über einen Server miteinander vernetzt seien.
