27.05.2005

ERGEBNIS

Nintendo noch ohne "Revolution"

Der japanische Computerspiele-Hersteller Nintendo hat im abgelaufenen Geschäftsjahr angesichts geringer Umsatzzuwächse den operativen Ertrag nur moderat steigern können.

Wie das Unternehmen am Donnerstag bekannt gab, erhöhte sich der Gewinn zum Bilanzstichtag 31. März 2005 um 3,6 Prozent auf umgerechnet 826 Millionen Euro [111,5 Milliarden Yen]. Der Umsatz legte lediglich um 0,1 Prozent auf 515,3 Mrd Yen, was etwa 3 Milliarden Euro entspricht.

Auf Grund des schwachen Yen hat das Unternehmen nach eigenen Angaben im abgelaufenen Jahr auch weit mehr an Kursgewinnen verbucht. Ein im Verhältnis zum Dollar starker Yen drückte in der Vergangenheit oft das Ergebnis des Unternehmens, da dann Nintendos Auslandskapitalisierung sinkt.

Hinter dem Absatz zurück

Der Absatz von Konsolen stieg im Berichtszeitraum um vier Prozent. Die neue mit zwei Bildschirmen ausgestattete Konsole Nintendo DS konnte dabei einen Rückgang beim GameBoy Advance und dem GameCube ausgleichen. Nintendo steht derzeit im Markt stationärer und mobiler Konsolen harter Konkurrenz gegenüber.

Seit vergangenen Dezember fordert Sony mit seiner PlayStation Portable erstmals den traditionellen Marktführer im Bereich mobiler Konsolen heraus. Bisher hat Nintendo mit sechs Millionen Stück verkaufter DS-Konsolen gegenüber rund drei Millionen verkauften PSP noch die Nase vorn. Die Nachfrage nach der DS-Konsole dürfte angesichts einer ausgeweiteten Spielepalette stark bleiben, erhofft sich das Unternehmen. Der Absatz von Spielesoftware für die DS sei jedoch bisher unter den Erwartungen geblieben.