Netzaktivitäten von Mitarbeitern im Visier

Gb
30.03.2008

Rund 85 Prozent der britischen Unternehmen überwachen und protokollieren die Online-Aktivitäten ihrer Beschäftigten.

Zudem setzen rund 81 Prozent der britischen Betriebe Programme ein, die den Zugriff ihrer Angestellten auf bestimmte Websites blockieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers [PwC].

Gesteigertes Gefahrenbewusstsein

Ausschlaggebend für die strengen Kontrollmaßnahmen sei vor allem ein generell gesteigertes Gefahrenbewusstsein in den Reihen der Wirtschaftsunternehmen. Diese würden zunehmend versuchen, ihre Mitarbeiter in puncto Sicherheit durch entsprechende Maßnahmen zu drillen.

Einerseits werde so versucht, vertrauliche firmeninterne Informationen besser zu schützen, andererseits gehe es auch um das eigene Image.

Furcht vor schlechter Nachrede

Denn im Internet - besonders auf Community-Seiten wie Facebook, MySpace und Bebo - würden Mitarbeiter ihre Arbeitsstätte oft nicht in besonders gutem Licht erscheinen lassen, so der Bericht.

Auch in Österreich nimmt die Übewachung der Online-Aktivitäten von Beschäftigten zu. Belegschaftsvertreter drängen daher zunehmend auf Betriebsvereinbarungen zum Datenschutz.

(APA | AFP)